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"Die SED-Diktatur darf nicht in Vergessenheit geraten"

verfasst von Tom Moak(R), 04.09.2009, 21:41

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Landeszentrale für politische Bildung Hessen

Jutta Fleck leitet DDR-Projekt


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Jutta Fleck (links) mit Veronica Ferres bei der Premiere des ARD-Films
"Die Frau vom Checkpoint Charlie".

(Bild: dpa)

Wiesbaden. In der hessischen Landeszentrale für politische Bildung wird es künftig
einen Schwerpunkt zur politisch-historischen Aufarbeitung der SED-Diktatur geben.


Ministerpräsident Roland Koch (CDU) stellte am Freitag in Wiesbaden als
neue Leiterin des Schwerpunktes die frühere SED-Verfolgte Jutta Fleck vor.


Jutta Fleck sei mit ihrer persönlichen Geschichte der Flucht aus der DDR und dem
Kampf um ihre Töchter eine sehr geeignete Persönlichkeit und eine glaubwürdige
Ansprechpartnerin für SED-Opfer, Ministerpräsident Roland Koch (CDU).


"Die SED-Diktatur darf nicht in Vergessenheit geraten", betonte er.

Fleck war in den 1980er Jahren wegen Republikflucht in der DDR inhaftiert und wurde von der BRD freigekauft. Anschließend kämpfte sie mit aufsehenerregenden Aktionen darum, dass ihre Töchter aus der DDR ausreisen dürfen.

Der Film "Die Frau vom Checkpoint Charlie" mit Veronica Verres in der Hauptrolle machte Flecks Schicksal bekannt. 2007 wurde Jutta Fleck mit der Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen ausgezeichnet.

Sie soll nun den Schwerpunkt der Aufarbeitung der SED-Diktatur aufbauen, Fakten und Erlebnisberichte dokumentieren und als Ansprechpartnerin für SED-Opfer zur Verfügung stehen. Das Land lässt sich den neuen Schwerpunkt 200.000 Euro kosten. Geplant ist eine Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte des Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausen in Berlin. Wenn eine solche Einrichtung gefährdet sei, sei das auch eine Angelegenheit der Länder und des Landes Hessen, sagte Koch.

Koch betonte, es sei "unerträglich", dass zwei Drittel der Schüler nicht mehr wüssten, wer die Mauer gebaut habe. "Wir haben eine große Verantwortung, junge Menschen mit allen Bereichen unserer Vergangenheit zu konfrontieren", sagte er.

Er "verhehle nicht", dass es bei dem Projekt auch einen Zusammenhang
mit den aktuellen politischen Diskussionen um die Linke gebe.

"Schule und Staat haben nicht das Recht zur Agitation, aber
sie sind verpflichtet zur Aufklärung"
, fügte er hinzu.

(ddp/dpa)

Quelle: http://www.fr-online.de

,.-

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